SOS – GNADENPLATZ GESUCHT

Ronja braucht dringend einen Gnadenplatz….

Ronja *Notfall*


Unsere bildhübsche Ronja sollte eigentlich von uns aus endlich in ein richtiges eigenes Zuhause ziehen und dort noch sehr viele glückliche Jahre verbringen dürfen. Jetzt müssen wir stattdessen einen Platz für sie finden, der ihr trotz ihres psychischen und körperlichen Zustandes wenigstens noch ein paar (hoffentlich viele) schöne Monate ermöglicht. Die liebe Maus lebt sehr zurückgezogen, hat weder Vertrauen in Menschen noch in Artgenossen. Bei zu viel Trubel zieht sie es vor, sich lautlos in ihre Höhle zu verkriechen und dort zu verharren. Nur wenn es ganz still um sie herum ist traut sie sich hinaus und nimmt Futter und Streicheleinheiten. Auf Ronja’s Röntgenbild erkennt man große weiße Flecken in der Lunge – in Kombination mit einem zu großen Herzen und einer viel zu großen Leber. Ihr Blutbild lässt feststellen, dass sie große Mengen Eiweiß verliert und Bauchspeicheldrüse und Schilddrüse zu versagen beginnen. Trotz großem Appetit und gemäßigten Spaziergängen in der Natur, die sie übrigens sehr genießt, verliert sie immer mehr an Gewicht. All das deutet mit großer Gewissheit auf eines hin: Ronja hat Krebs. Und Ronja weiß wahrscheinlich, dass sie nicht mehr lange hat, darum hat sie sich bereits aufgegeben. Als sie im Frühjahr aus Russland nach Deutschland reiste, sollte das für sie der Start in ihr bestes Leben werden, leider hatte sie aber bisher kein Glück und durfte nirgendwo so wirklich ankommen. Wer hat für Ronja einen Platz in seinem Herzen und in seinem Wohnzimmer, um ihr das zum Schluss noch zu ermöglichen? Im eigenen Zuhause so richtig geliebt werden, ein paar schöne Orte kennenlernen, das leckerste Essen kosten, um dann im richtigen Moment würdevoll Abschied zu nehmen. Ronja braucht wirklich nicht viel. Für sie ist weniger mehr. Wenig Lärm, wenig Trubel, wenig Menschen, wenig Artgenossen. Dann kann sie möglicherweise noch einmal so richtig aufblühen.Ronja kann gerne nach positivem Vorgespräch auf ihrer Pflegestelle in 34431 Marsberg kennen- und liebengelernt werden. 
Sie ist 2018 geboren, geimpft, gechipt, kastriert, 50cm hoch und 17kg schwer. 
Bewerbt euch hier: 
http://hundehilfe-russland.de/vermittlung/bewerbungsformular-hund/

Neuigkeiten aus Kazan

In Kazan konnte im Frühjahr ein lang gehegter Plan umgesetzt werden – die Einfahrt zum Tierheim mit Kies aufzufüllen. Uns mag das wie eine Bagatelle erscheinen, aber im Winter sind hier Schnee und Schlamm auf dem unbefestigten Waldweg so stark, dass die „Straße“ regelmäßig unbefahrbar wurde. Neue und vermittelte Tiere mussten dann kilometerweit vom und zum Auto getragen werden. Das ist nun zum Glück vorbei!

Auch einige drei-beinige und gelähmte Hunde sind dazu gekommen. Zum Glück konnten die Handicapp-Hunde jedoch auf einer Pflegestelle für behinderte Hunde unterkommen.

Neuigkeiten aus St. Petersburg

Im Tierheim 4 Pfoten in St. Petersburg waren alle TierschützerInnen fleißig. Die Volieren wurden neu gemacht, gepflastert, Sand aufgeschüttet und überdacht. Wie überall in Russland hat es auch dieses Tierheim mit einer Vielzahl an neuen Welpen zu tun, die alle geimpft, entwurmt und versorgt werden müssen.

Doch bei all dem Stress finden die TierschützerInnen trotzdem immer Zeit, den Hunden ein Wellness-Programm zukommen zu lassen:


https://youtu.be/wNGGPZj3Vnk

4. Newsletter 2021

Lieber Unterstützer und Mitglieder der Hundehilfe Russland,

Neuigkeiten aus Deutschland

Wir suchen Dich!

Wie jedes Jahr suchen wir wieder Topmodels für unseren alljährlichen Spendenkalender. Wenn ihr einen Hund (oder mehrere?) von uns adoptiert habt, dann schickt uns maximal 3 Fotos, vorzugsweise im Hochformat, von eurer/n Fellnase/n. Gerne auch Fotos von besonderen Anlässen oder Jahreszeiten (Weihnachten, Ostern, Herbst, Winter, Urlaub, etc.).

Bitte sendet die Bilder bis zum 12. September an:

hhr.spendenkalender@gmail.com

Wir sind schon seeeehr gespannt! 😍💖

PS: Jede eingesandte Fellnase kommt in den Kalender!

Helfer helfen Helfern

Wir möchten uns ganz doll beim Tierheim Aachen bedanken, das hörte, dass wir dringend Futter benötigen und uns sofort eine große Futterspende zur Verfügung gestellt hat. Unser Ralf hat die Lieferung schon einmal gecheckt und für gut befunden – kosten durfte er aber nicht, daher der ungläubige Blick.

Neuigkeiten aus Kazan

In Kazan konnte im Frühjahr ein lang gehegter Plan umgesetzt werden – die Einfahrt zum Tierheim mit Kies aufzufüllen. Uns mag das wie eine Bagatelle erscheinen, aber im Winter sind hier Schnee und Schlamm auf dem unbefestigten Waldweg so stark, dass die „Straße“ regelmäßig unbefahrbar wurde. Neue und vermittelte Tiere mussten dann kilometerweit vom und zum Auto getragen werden. Das ist nun zum Glück vorbei!

Es gibt diesen Sommer wie immer viele Welpen im Tierheim. Auch einige dreibeinige Hunde sind dazu gekommen. Das Tierheim platzt aus allen Nähten:

Neuigkeiten aus St Petersburg

Im Tierheim 4 Pfoten in St. Petersburg waren alle TierschützerInnen fleißig. Die Volieren wurden neu gemacht, gepflastert, Sand aufgeschüttet und überdacht. Wie überall in Russland hat es auch dieses Tierheim mit einer Vielzahl an neuen Welpen zu tun, die alle geimpft, entwurmt, versorgt und möglichst vermittelt werden müssen.

Vielen Dank für Eure Hilfe und Unterstützung, egal in welcher Form. Bei Fragen zu einem der Projekte, könnt ihr uns natürlich jederzeit schreiben.

Herzliche Grüße

Euer Team der Hundehilfe Russland

Spendenkonto:

Hundehilfe-Russland

IBAN: DE11 3904 0013 0123 5423 00

BIC: COBADEFFXXX

Unser Verein arbeitet rein ehrenamtlich und ist beim Registergericht Aachen unter Vereinsregister 4723 eingetragen. Wir besitzen die Erlaubnis nach §11 nach dem Tierschutzgesetz (TierSchG) und sind als gemeinnützige Organisation anerkannt.

Topmodel-Aufruf

😎🐶 Wir suchen DICH!!! 😎🐶
Wie jedes Jahr suchen wir wieder Topmodels für unseren alljährlichen Spendenkalender. Wenn ihr einen Hund (oder mehrere?) von uns adoptiert habt, dann schickt uns maximal 3 Fotos, vorzugsweise im Hochformat, von eurer/n Fellnase/n. Gerne auch Fotos von besonderen Anlässen oder Jahreszeiten (Weihnachten, Ostern, Herbst, Winter, Urlaub, Hundegeburtstag, etc.).
Bitte sendet die Bilder bis zum 12. September an:

hhr.spendenkalender@gmail.com
Wir sind schon seeeehr gespannt! 😍💖

3. Newsletter 2021

Lieber Unterstützer und Mitglieder der Hundehilfe Russland,

wir wollen Euch hier mal wieder auf den neuesten Stand unserer vielen Projekte bringen:

Deutschland

Die letzten Transporte

Am 16.4. und 23.4. kamen wieder glückliche Fellnasen in ihren neuen Familien in Deutschland an. Willkommen Zuhause, ihr Süßen!

Kazan 

Poolparty

In unserem Tierheim in Kazan ist die Sommersaison eröffnet. Das bedeutet für die Hunde im Tierheim viel Spaß, denn es gibt einen brandneuen Pool. Die Hunde genießen die kühle Erfrischung in vollen Zügen.

Welpenschwemme

Außerhalb des Tierheims bedeutet die Sommersaison jedoch immer viel Elend, denn es ist Jungtierzeit. Ständig werden (oft mutterlose) Welpen gefunden. Viele von ihnen sind sehr krank, verletzt oder durch Mangelernährung in einem sehr schlechten Zustand. Das Tierheim platzt wieder aus allen Nähten. Aktuell werden im Tierheim Welpenvolieren gebaut, um die Vielzahl an Jungtieren aufnehmen zu können.

Aika

Einer dieser neuen Notfälle im Tierheim war Welpe Aika. 

Sie wurde von einem Auto angefahren. Die Diagnose: eine Fraktur des 2. Halswirbels. Ihr wurden eine Langzeitbehandlung und Reha verschrieben. Anfangs konnte sie gar nicht laufen, später mit viel Training hoppelig mit viel Hinfallen, aber unermüdlich. Sie hat bereits ein tolles Zuhause gefunden!

Notfälle aus Pestretsi

Des Weiteren erreichte die Tierschützerinnen ein Notruf aus dem nahegelegenen Ort Pestretsi, wo eine private Tierschützerin vor dem Aus steht und ihre 29 Tiere nirgendwo unterbringen kann. Unser Tierheim wird die neun Hunde aufnehmen. Die 20 dort lebenden Katzen sind in einem sehr schlechten Gesundheitszustand. Sie haben Katzenschnupfen und voller Parasiten. Bevor sie auf Pflegestellen untergebracht werden können, müssen gesund gepflegt werden. 

Hier ein Video zur Situation vor Ort:

Notfall Ayda 

Notfall Ayda, die wir im letzten Newsletter vorgestellt haben, geht es nach sehr langer intensiver Pflege körperlich wieder ganz gut. Sie ist inzwischen ins Tierheim gezogen. Die anderen Hunde bereiten ihr jedoch noch großen Stress.

Update zu unserem mobilen Kastrationszentrum

Vor kurzem hatten wir ein neues Projekt begonnen und einen Spendenaufruf gestartet für unseren jahrelang gehegten Traum – ein mobiles Kastrationszentrum auf Rädern, mit dem wir flexibel durch Russland reisen und Kastrationsprogramme durchführen können. Dank einer großzügigen Spende der Uli Stein-Stiftung, über unser Betterplace-Projekt und durch zahlreiche private Spenden konnten wir genug Geld für die Einrichtung des OP-Mobiliars sammeln. Also haben wir Spendenziel Nr. 1 erreicht, juhuuu! ☺🎉🎉🎉🎉🎉

Schritt 2 ist die Anschaffung eines Bauwagens, der zum OP-Zimmer umgebaut wird und Schritt 3 ist die Anschaffung eines Autos, denn der Bauwagen muss ja auch irgendwie von A nach B kommen. Bis wir Schritt 2 und 3 machen können, ist es noch ein langer Weg, deshalb haben wir uns nach Schritt 1 für einen kleinen Trippel-Ausfallschritt entschieden und einer privaten Tierschützerin in Wolgograd, die ein kleines Tierheim leitet, ein Kastrationszimmer eingerichtet. Natürlich nur leihweise. Eine Win-Win-Situation, wie wir finden. Wir konnten alle OP-Möbel und -Materialien anschaffen und anstatt sie einstauben zu lassen, bis wir den Bauwagen und das Auto kaufen können, werden sie bereits sinnvoll genutzt. Sobald wir Bauwagen und Auto haben, ziehen die Sachen um.

Hier ein Video der Neuanschaffungen:

Neues Kastrationsprojekt in der Nähe von Wolgograd

Mitte Februar dieses Jahres begann eine Zusammenarbeit zwischen unserem Verein „Hundehilfe-Russland e. V.“  und einer kleinen gemeinnützigen Stiftung „ZOV“,  gegründet von Olga Marinina und bestehend aus zwei Personen – ihr selbst und ihrem Sohn.

 Aber jetzt alles der Reihe nach. Die Freiwilligen eines Tierheims für Straßenhunde aus Astrachan schickten einen Brief an unseren Verein und baten um Hilfe. Aber die Freiwilligen baten nicht um Hilfe für sich selbst, sondern um Hilfe für eine Frau, namens Olga, aus einem Dorf namens Gorodishche in der Region Wolgograd. In Wolgograd ist die Situation mit streunenden Hunden wie in vielen russischen Städten einfach katastrophal. Und Olga fing an, Hunde in Schwierigkeiten zu retten, sie zu behandeln und Spenden von Menschen mit Hilfe ihres eigenen Instagram-Accounts zu sammeln. Alle geretteten Hunde kommen auf ihr persönliches Grundstück. Als die Anzahl der Hunde im “Tierheim” zunahm, stellte sich die Frage nach der Fütterung der Hunde. Alle hatten ständig Hunger. Ihre eigenen Mittel wurden bald knapp. Und alle Spenden, die Olga für die kranken Tiere sammeln konnte, gingen für die Begleichung der Tierarzt-Rechnungen drauf. Dann traf Olga eine Vereinbarung mit Schulen und begann, die Reste von den Schulmahlzeiten abzuholen. Dazu musste sie jeden Abend in allen Schulen herumfahren und schwere Eimer mit Essensresten einsammeln. Das war harte Arbeit, aber die Hunde haben endlich etwas zu essen bekommen. Das Problem kam mit Pandemie, weil die Schulen geschlossen blieben. Natürlich gab es deshalb keine Reste vom Schulessen… Die Freiwilligen aus Astrachan, die an uns den Brief geschrieben hatten, baten, das Tierheim mit Hundefutter zu versorgen. Natürlich war es uns unmöglich, die 100 Hunde des Tierheims völlig ohne Futter zu lassen. Es gab unter den Hunden einige, die medizinisch behandelt wurden. Sie brauchten zusätzlich eine verbesserte und hochwertige Ernährung. Wir haben Futter für Olgas Hunde gekauft und gleichzeitig einige Operationen bezahlt. Und dann wurde die Idee eines Kastrationsprojekts geboren. Auf dem Grundstück befinden sich etwa 100 Hunde sowohl männliche als auch weibliche. Dies führte zu zusätzlichen Schwierigkeiten oder konnte sogar zum Auftreten unerwünschter Welpen führen. Olga nahm die Idee des Kastrationsprojekts mit großer Begeisterung an. Da es in Wolgograd und der Region viele Straßentiere gibt, ist ihre Sterilisation einfach eine Notwendigkeit. Nachdem die Hunde im Tierheim kastriert worden sind, ist geplant, streunende Hunde zu fangen. Nach der Kastration und der postoperativen Phase werden sie wieder freigelassen.

Olga räumte für dieses Vorhaben in ihrem Haus sofort ein kleines Zimmer aus, um ein Kastrationszimmer einzurichten. Dies war eine große Erleichterung, da dadurch sofort der Zeit- und Finanzaufwand für den Transport der Hunde zur Tierklinik weggefallen ist. Gesagt, getan. Ein Projekt für das zukünftige Kastrationszimmer wurde entwickelt, ein Kostenvoranschlag wurde erstellt und die notwendigen Materialien wurden gekauft. Das Problem trat bei dem Kauf  der Käfige auf, in denen die Tiere in der postoperativen Phase gehalten werden sollten. Da viele Hunde halbwild und körperlich stark waren, waren die Käfige, die in den Zoohandlungen angeboten wurden, eigentlich ungeeignet. Und Olga beschloss, die Käfige selbst zu entwerfen, und dann fand sie einen Meister, der ihre Käfige nach Maß herstellte. Sie sind perfekt gelungen: stark und bequem. Olga nannte sie „vandalensicher“. Die Türen wurden an zwei benachbarten Seiten angebracht, so dass man nicht jedes Mal überlegen musste, wie diese Käfige im Raum angeordnet werden sollen. Und die Stangen und Schlösser der Käfige waren stark genug, um die körperlich starken Hunde für die Zeit zu halten, die sie brauchten. Sie bestellte auch spezielle Lampen für die Beleuchtung, ein Desinfektionssystem für das medizinisches Zimmer, große Handelswaagen und die notwendigen Möbel für die Lagerung von Präparaten und notwendigen Utensilien. Und natürlich den Operationstisch. Der teuerste Kauf, aber es hat sich gelohnt. Ein moderner und sehr komfortabler Operationstisch ist der Stolz des Kastrationszimmers. Der Vorbereitungsprozess dauerte drei Wochen und die ersten Kastrationen begannen Mitte März.

Zunächst war die Kastration von 100 Hunden geplant. Da der Raum, in dem die Käfige installiert wurden, klein ist, konnten jeweils nur 10 Hunde sterilisiert werden. Dann dauerte es 5-7 Tage, bis die Hunde sich erholt hatten und die Käfige für die nächsten Patienten frei waren. Aller Anfang ist schwer. Innerhalb eines Monats nach Beginn der Kastration wurden mehr als 120 Hunde operiert. Das heißt, alle Hunde, die im Tierheim sind und einige, die bereits außerhalb des Tierheims gefangen wurden. Das Problem beim Fangen von Hunden bestand darin, dass sie ihre Verstecke zu einem anderen Zeitpunkt  verlassen, als die Arbeitszeit der Hundefangdienste der Stadt war. Daher wurde beschlossen, Olgas Sohn zur Ausbildung zum Hundefänger zu schicken. Sobald er die erforderlichen Qualifikationen erhalten hat, kann das Kastrationsprojekt völlig autonom und unabhängig von den städtischen Diensten existieren.

Nach Schätzungen von Natalia Gracheva ist das Kastrationsprojekt derzeit recht erfolgreich. Und die Zusammenarbeit wird fortgesetzt.

Vielen Dank für Eure Hilfe und Unterstützung, egal in welcher Form. Bei Fragen zu einem der Projekte, könnt ihr uns natürlich jederzeit schreiben.

Herzliche Grüße

Euer Team der Hundehilfe Russland

Spendenkonto:

Hundehilfe-Russland

IBAN: DE11 3904 0013 0123 5423 00

BIC: COBADEFFXXX

PS: Wenn Sie in Zukunft keinen Newsletter mehr erhalten möchten, bitte eine kurze Mitteilung an info@hundehilfe-russland.de

Unser Verein arbeitet rein ehrenamtlich und ist beim Registergericht Aachen unter Vereinsregister 4723 eingetragen. Wir besitzen die Erlaubnis nach §11 nach dem Tierschutzgesetz (TierSchG) und sind als gemeinnützige Organisation anerkannt.

News: Kastrationsprojekt in Wolgograd

Neues Kastrationsprojekt in der Nähe von Wolgograd ✂️

Mitte Februar dieses Jahres begann eine Zusammenarbeit zwischen unserem Verein „Hundehilfe-Russland e. V.“  und einer kleinen gemeinnützigen Stiftung „ZOV“,  gegründet von Olga Marinina und bestehend aus zwei Personen – ihr selbst und ihrem Sohn.

 Aber jetzt alles der Reihe nach. Die Freiwilligen eines Tierheims für Straßenhunde aus Astrachan schickten einen Brief an unseren Verein und baten um Hilfe. Aber die Freiwilligen baten nicht um Hilfe für sich selbst, sondern um Hilfe für eine Frau, namens Olga, aus einem Dorf namens Gorodishche in der Region Wolgograd.

In Wolgograd ist die Situation mit streunenden Hunden wie in vielen russischen Städten einfach katastrophal. Und Olga fing an, Hunde in Schwierigkeiten zu retten, sie zu behandeln und Spenden von Menschen mit Hilfe ihres eigenen Instagram-Accounts zu sammeln. Alle geretteten Hunde kommen auf ihr persönliches Grundstück.

Als die Anzahl der Hunde im “Tierheim” zunahm, stellte sich die Frage nach der Fütterung der Hunde. Alle hatten ständig Hunger. Ihre eigenen Mittel wurden bald knapp. Und alle Spenden, die Olga für die kranken Tiere sammeln konnte, gingen für die Begleichung der Tierarzt-Rechnungen drauf. Dann traf Olga eine Vereinbarung mit Schulen und begann, die Reste von den Schulmahlzeiten abzuholen. Dazu musste sie jeden Abend in allen Schulen herumfahren und schwere Eimer mit Essensresten einsammeln. Das war harte Arbeit, aber die Hunde haben endlich etwas zu essen bekommen..

Das Problem kam mit Pandemie, weil die Schulen geschlossen blieben. Natürlich gab es deshalb keine Reste vom Schulessen…

Die Freiwilligen aus Astrachan, die an uns den Brief geschrieben hatten, baten, das Tierheim mit Hundefutter zu versorgen.

Natürlich war es uns unmöglich, die 100 Hunde des Tierheims völlig ohne Futter zu lassen. Es gab unter den Hunden einige, die medizinisch behandelt wurden. Sie brauchten zusätzlich eine verbesserte und hochwertige Ernährung.

Wir haben Futter für Olgas Hunde gekauft und gleichzeitig einige Operationen bezahlt. Und dann wurde die Idee eines Kastrationsprojekts geboren. Auf dem Grundstück befinden sich etwa 100 Hunde sowohl männliche als auch weibliche. Dies führte zu zusätzlichen Schwierigkeiten oder konnte sogar zum Auftreten unerwünschter Welpen führen.

Olga nahm die Idee des Kastrationsprojekts mit großer Begeisterung an. Da es in Wolgograd und der Region viele Straßentiere gibt, ist ihre Sterilisation einfach eine Notwendigkeit. Nachdem die Hunde im Tierheim kastriert worden sind, ist geplant, streunende Hunde zu fangen. Nach der Kastration und der postoperativen Phase werden sie wieder freigelassen.

Olga räumte für dieses Vorhaben in ihrem Haus sofort ein kleines Zimmer aus, um ein Kastrationszimmer einzurichten. Dies war eine große Erleichterung, da dadurch sofort der Zeit- und Finanzaufwand für den Transport der Hunde zur Tierklinik weggefallen ist.

Gesagt, getan. Ein Projekt für das zukünftige Kastrationszimmer wurde entwickelt, ein Kostenvoranschlag wurde erstellt und die notwendigen Materialien wurden gekauft. Das Problem trat bei dem Kauf  der Käfige auf, in denen die Tiere in der postoperativen Phase gehalten werden sollten. Da viele Hunde halbwild und körperlich stark waren, waren die Käfige, die in den Zoohandlungen angeboten wurden, eigentlich ungeeignet. Und Olga beschloss, die Käfige selbst zu entwerfen, und dann fand sie einen Meister, der ihre Käfige nach Maß herstellte. Sie sind perfekt gelungen: stark und bequem. Olga nannte sie „vandalensicher“. Die Türen wurden an zwei benachbarten Seiten angebracht, so dass man nicht jedes Mal überlegen musste, wie diese Käfige im Raum angeordnet werden sollen. Und die Stangen und Schlösser der Käfige waren stark genug, um die körperlich starken Hunde für die Zeit zu halten, die sie brauchten.

Sie bestellte auch spezielle Lampen für die Beleuchtung, ein Desinfektionssystem für das medizinisches Zimmer, große Handelswaagen und die notwendigen Möbel für die Lagerung von Präparaten und notwendigen Utensilien. Und natürlich den Operationstisch. Der teuerste Kauf, aber es hat sich gelohnt. Ein moderner und sehr komfortabler Operationstisch ist der Stolz des Kastrationszimmers.

Der Vorbereitungsprozess dauerte drei Wochen und die ersten Kastrationen begannen Mitte März.

Zunächst war die Kastration von 100 Hunden geplant. Da der Raum, in dem die Käfige installiert wurden, klein ist, konnten jeweils nur 10 Hunde sterilisiert werden. Dann dauerte es 5-7 Tage, bis die Hunde sich erholt hatten und die Käfige für die nächsten Patienten frei waren.

Aller Anfang ist schwer. Innerhalb eines Monats nach Beginn der Kastration wurden mehr als 120 Hunde operiert. Das heißt, alle Hunde, die im Tierheim sind und einige, die bereits außerhalb des Tierheims gefangen wurden.

Das Problem beim Fangen von Hunden bestand darin, dass sie ihre Verstecke zu einem anderen Zeitpunkt  verlassen, als die Arbeitszeit der Hundefangdienste der Stadt war. Daher wurde beschlossen, Olgas Sohn zur Ausbildung zum Hundefänger zu schicken. Sobald er die erforderlichen Qualifikationen erhalten hat, kann das Kastrationsprojekt völlig autonom und unabhängig von den städtischen Diensten existieren.

Nach Schätzungen von Natalia Gracheva ist das Kastrationsprojekt derzeit recht erfolgreich. Und die Zusammenarbeit wird fortgesetzt.

News: Update zum mobilen Kastrationszentrum

Update zu unserem mobilen Kastrationszentrum 💉

Vor kurzem hatten wir ein neues Projekt begonnen und einen Spendenaufruf gestartet für unseren jahrelang gehegten Traum – ein mobiles Kastrationszentrum auf Rädern, mit dem wir flexibel durch Russland reisen und Kastrationsprogramme durchführen können. Dank einer großzügigen Spende der Uli Stein-Stiftung, über unser Betterplace-Projekt und durch zahlreiche private Spenden konnten wir genug Geld für die Einrichtung des OP-Mobiliars sammeln. Also haben wir Spendenziel Nr. 1 erreicht, juhuuu! 

Schritt 2 ist die Anschaffung eines Bauwagens, der zum OP-Zimmer umgebaut wird und Schritt 3 ist die Anschaffung eines Autos, denn der Bauwagen muss ja auch irgendwie von A nach B kommen. Bis wir Schritt 2 und 3 machen können, ist es noch ein langer Weg, deshalb haben wir uns nach Schritt 1 für einen kleinen Trippel-Ausfallschritt entschieden und einer privaten Tierschützerin in Wolgograd, die ein kleines Tierheim leitet, ein Kastrationszimmer eingerichtet. Natürlich nur leihweise. Eine Win-Win-Situation, wie wir finden. Wir konnten alle OP-Möbel und -Materialien anschaffen und anstatt sie einstauben zu lassen, bis wir den Bauwagen und das Auto kaufen können, werden sie bereits sinnvoll genutzt. Sobald wir Bauwagen und Auto haben, ziehen die Sachen um. Über das dadurch neu entstandene Kastrationsprojekt in Wolgograd werden wir in Kürze berichten. Fortsetzung folgt… 🙂