Unser neues Projekt – ein eigenes mobiles Kastrationszentrum

On the road – mit unserem eigenen Kastrationsmobil 
Man soll ja groß träumen… dann kann man alles schaffen, so heißt es. Und wir träumen jetzt mal groß. Unser Wunsch ist schon lange, in Russland eine mobile Kastrationsstation, bestehend aus einem Auto und einem zu einem Operationsraum umgebauten Anhänger/Bauwagen, anzuschaffen und zu betreiben, um vor Ort Kastrationsaktionen durchzuführen. Diese Kastrationsstation möchten wir je nach Bedarf an unseren Standorten in Kazan, Moskau, St. Petersburg, Dagestan und Vyborg einsetzen. Damit sind wir für Kastrationen nicht auf eine Tierklinik festgelegt, sondern können mit einem/r kooperierenden TierarztIn dort hin fahren, wo es gerade benötigt wird. So könnten wir auch auf dem Land, wo es keine Tierkliniken in der Nähe gibt, Kastrationen durchführen und gleichzeitig die Bevölkerung über die Notwendigkeit von Kastrationen der eigenen Haustiere aufklären. So eine mobile Kastrationsstation kostet 3.500€. Davon kostet die Anschaffung des Anhängers 2.000€ und die Einrichtung des Operationsraums 1.500€.
So, der Plan steht, jetzt heißt es, Werbung machen, Spenden sammeln und hart arbeiten, vielleicht geht unser Traum dann in Erfüllung! 
Bitte teilt hierfür unser Spendenprojekt auf Betterplace:
https://www.betterplace.org/de/projects/94305-unser-mobiles-kastrationszentrum


Oder spendet gerne direkt unter:
Konto der Hundehilfe-Russland

Commerzbank IBAN: DE11 3904 0013 0123 5423 00

BIC: COBADEFFXXX

Betreff: Mobiles Kastrationszentrum


Oder per Paypal: info@hundehilfe-russland.de

Tausend Dank! 

Weihnachtsgeschenke angekommen

Frohe Weihnachten! ❤
Wie wir wissen, feiern die Deutsch-Russen zweimal hintereinander Weihnachten. Das erste Mal im Dezember das deutsche Weihnachtsfest und das zweite Mal im Januar das russische Weihnachtsfest. In unserem Tierheim in Kazan feiert man inzwischen sogar dreimal Weihnachten im Jahr – das deutsche Fest, das russische Fest und die Bescherung, wenn die Geschenke aus Deutschland endlich ankommen!  Bei unserem letzten Transport konnten wir alle Geschenke unserer Weihnachtsbaumaktion im Gartencenter Crumbach nach Russland schaffen. Und die Hunde haben sich meeega gefreut! In diesem Sinne… tausend Dank an alle Weihnachtswichtel, die an dieser tollen Aktion beteiligt waren! 

Laiza Update

Laiza wurde operiert und es geht ihr zunehmend besser!

Wie Sie bereits schon wissen, fanden unsere Freiwilligen Laiza ganz zufällig, als sie einen Hund am Stadtrand zur Kastration abholten.

Der Welpe lag mehrere Tage ohne Hilfe, schwere Entzündungen begannen in der Wunde. 

So wurde Laiza gefunden:

https://fb.watch/56Hvy-SZuG/

Eine Untersuchung durch einen Tierarzt ergab, dass der Welpe angeschossen worden war, die Kugel in einem Muskel in der Nähe der Wirbelsäule steckte und die Nervenenden begannen schon abzusterben. Da es in Machatschkala keine notwendigen Diagnosegeräte gibt, wagte der Arzt sich nicht den Welpen zu operieren, und hat angeboten, ihn einzuschläfern.

Wir haben trotzdem entschieden Laiza mit dem Flugzeug nach Moskau zu bringen. Seitdem befindet sie sich in der Klinik “VetPoint” unter Aufsicht von Tierarzt Igor Bendlin.

In der Klinik wurde der Welpe stabilisiert, die Entzündung aus der Wunde entfernt und ein MRT durchgeführt. Basierend auf den Ergebnissen der Tomographie stellte der Arzt fest, dass einer der H13-Wirbel beschädigt war – ein Querfortsatz war gebrochen. Aus diesem Grund wurde eine Extrusion zwischen dem letzten Brustwirbel und dem ersten Lendenwirbel gebildet. Dort gibt es auch  ein Hämatom.

All dies könnte man operativ behandeln. Die Kompression der Wirbelsäule könnte durch eine Operation gelindert werden. Das Problem war jedoch, dass der Welpe Anzeichen einer Myelopathie zeigte, d.h. Zerstörung von Rückenmarkszellen. Zu dortigem Zeitpunkt konnte nicht festgestellt werden, wie stark diese Zerstörung ist und ob sie restorable ist. Aber die Chancen standen definitiv sehr gut. Besonders wenn man bedenkt, dass der Körper des Hundes jung ist und wächst. In jedem Fall würde es lange Rehabilitation benötigen.

Der Arzt sagte auch, dass die Kugel tangential passierte, den Querfortsatz der Wirbel brach und fast unter der Haut steckte.

Anfang April wurde Laiza erfolgreich operiert. Der Arzt entfernte das gebrochene Stück des Wirberls und machte einen kleinen Durchgang zum Rückenmark, wo die Gewebe komprimiert wurde, was zu einer Myelopathie führte. Dieser Prozess erwies sich als irreversibel, kann aber aufgrund des jungen Alters kompensiert werden. Die Kompression der Wirbelsäule wurde eliminiert. Die Kugel wurde im Körper gelassen, da sie bis zum Nervenende gewachsen und bereits eingekapselt war.

Im Moment geht es Laiza sehr gut. Sie ist ein sehr geduldiges und tapferes Mädchen. Sie macht super mit.

Die ersten Ergebnisse sind in ungefähr drei Wochen zu sehen. Momentan haben die Ärzte mit dem Hund eine einfache Rehabilitation mit Übungen und Massagen begonnen.

Kazan-News: Kitaprojekt

Kleine TierschützerInnen 💖

Und jetzt alle zusammen: …„AWWWW!!!

Ein Kazaner Kindergarten hat in Zusammenarbeit mit unserem Tierheim ein Tierschutzprojekt mit anschließender Futter-Sammelaktion gestartet. Unsere TierschützerInnen kooperieren inzwischen mit einigen Kazaner Kitas und Schulen, um den Kindern an Projekttagen das Thema Tierschutz näher zu bringen und ihnen den artgerechten Umgang mit Tieren zu zeigen. Oft kommen Schulklassen ins Tierheim und verwöhnen die Hunde mit Streicheleinheiten, Spielrunden und Leckerlis. Unsere Hunde lieben die kleinen Gäste! 

Vermittelte Welpen aus Dagestan

 Glückskinder 💖
Im Januar wurden sie in einem Keller gefunden, in dem Trümmer lagen und es sehr feucht war. Der Ort ist überhaupt nicht für Welpen geeignet, aber zumindest eine Art Zuflucht. Doch die Leute schlossen die Eingänge zum Keller mit Gittern, und die Welpen wurden erwachsen und konnten nach einer Weile einfach nicht mehr raus. Sie hatten Glück, dass die Ehrenamtliche sie rechtzeitig gefunden haben. Wir schlossen uns zusammen und die Rettungsaktion begann.
Die Welpen hatten noch einen langen Weg vor sich, aber es hat sich gelohnt. Zunächst reisten sie fast drei Tage von Machatschkala nach St. Petersburg. Sie lebten dort auf einer Pflegestelle, bis sie die Quarantäne und alle notwendigen Impfungen hinter sich hatten. Sechs von ihnen fuhren nun noch weiter – nach Deutschland!
Alle sechs Welpen sind in ihre neuen Familien gereist. Schaut nur, wie schön sie sind !!! Wir hoffen, dass sie ein langes und glückliches Leben vor sich haben!
Wir sind allen sehr dankbar, die an der Rettung der Welpen beteiligt waren. Alle haben zusammengearbeitet, um sie zu retten: Wir von der „Hundehilfe Russland – Verein für Tiere in Not e.V.”, unser Projektteam „Dagi Dog“ und das Zootaxi „Biryulev Animals“. Besonderer Dank geht an die Direktorin unserer Stiftung in St. Petersburg Svetlana Berezina und ihr Team, die die Welpen beherbergten, pflegten und sie für den Transport vorbereiteten. Und natürlich hätten wir es nicht ohne Ihre finanzielle Unterstützung geschafft. Die Rettung dieses Hundes ist unser gemeinsamer Erfolg und unsere gemeinsame Freude.

Matilda Update

Wir bedanken uns erst einmal ganz herzlich bei allen, die für Matildas Behandlung gespendet haben!  Ohne euch hätten wir das finanziell nicht stemmen können. 

Matilda geht es nach ihrer Gebärmutter-Entzündung schon viel besser und sie kann ihr neues Zuhause nun endlich so richtig genießen.

Ihre neue Menschen-Mama schreibt:

„Vielleicht kann man einfach schreiben, dass sie ihrem Namen alle Ehre macht (Deutsche Übersetzung von Mathilda ist: mächtige Heldin, starke Kämpferin). Wir danken unserer tollen Tierärztin Frau Dr. Wagner, ohne sie wäre sie wohl nicht mehr am Leben durch die Entzündung und dem Abzess am Gebärmutterstumpf. 

Mathilda ist eine Schmusebacke, sie kuschelt sich in die Herzen, sie ist einfach nur dankbar und alle lieben sie. In der Klinik und in der Praxis hat sie alle Herzen erobert.

Das Kuscheln liebt sie. Mathilda, bei uns auch „Mathi“ genannt, ist zu allen freundlich, beschützt aber auch ihr Zuhause. Wir werden immer von ihr geknuscht, selbst die Katze hat schon Küsschen bekommen. Wir sind sehr glücklich, dass Mathilda ein Familienmitglied von uns geworden ist. ❤

Dagi Dog aktueller Stand – März 2021

Dagi Dog News – Stand des Kastrationsprogramms 

Genau vier Wochen sind vergangen, seit unser Verein „Hundehilfe Russland“ beschlossen hat, ein Projekt zu organisieren, um den Tierschützern in Dagestan mit einem Kastrationsprojekt zu unterstützen und Straßentieren vor Ort zu helfen. Ziel des Kastrationsprojektes ist, die unkontrollierte Vermehrung der ohnehin schon riesigen Population von Straßentieren aufzuhalten. Wie wir bereits geschrieben haben, gibt es in Dagestan derzeit kein staatliches Tierheim. In Machatschkala gibt es nur eine Station für die Erfassung, Sterilisation und Impfung streunender Hunde. Doch auch diese Station kann der verheerenden Situation vor Ort nicht gerecht werden. Außerdem gibt es ein kleines privates Tierheim, das aus allen Nähten platzt und sich nur knapp mit eigenen Ressourcen über Wasser hält.

Katzen-Kastrationen 

Die Situation der Katzen ist noch schlimmer. Viele Ehrenamtliche und Menschen, die Mitleid mit streunenden Katzen haben, sterilisieren sie von ihrem eigenen Geld. Angesichts des Einkommensniveaus der Bevölkerung sind diese Menschen jedoch nicht in der Lage, das Problem allein zu lösen, da sie aus eigener Tasche einfach bei weitem nicht genügend Kastrationen bezahlen können, wie nötig wären.

Und hier haben wir uns entschlossen, zuerst zu helfen.

Wir haben unser Kastrationsprogramm für Katzen publik gemacht. Zuerst für Leute, die „ihre“ Straßenkatzenkatzen anmelden, selbst bringen und sich bereit erklären, sie nach der Operation für eine Weile zu Hause zu pflegen. Wenn die kastrierten Katzen wieder fit sind, werden sie zurückgesetzt. Die Anfrage ist enorm. In den ersten zehn Tagen wurden 40 Katzen kastriert und wir mussten aufgrund der riesigen Nachfrage sogar die Aufnahme von Katzen für den nächsten Monat pausieren. Das Telefon unseres Koordinators hat ständig geklingelt! Die Kastration einer Katze kostet nur 15 Euro. Und selbst so ein kleine Summe macht die Menschen vor Ort glücklich, da sie so viel bewirkt!

 Hunde-Kastrationen

Gleichzeitig wurde die Sterilisation von Hunden in einer anderen Klinik organisiert. Wir haben sechs Boxen für die Unterbringung von Hunden in der Zeit nach der OP gemietet. Wir erhalten Anfragen aus allen Bezirken, die Hunde zur Sterilisation zu bringen, die Leuten schicken uns Videos und Bilder. Alle wollen verhindern, dass immer mehr Welpen geboren werden. Es ist auch nicht immer möglich, Hunde alleine zu fangen, dann muss man auf professionelle Fänger zurückgreifen. Derzeit wurden 11 Hunde operiert. 

So auch sechs Hunde aus Khuschet.

Als wir vor zwei Wochen unser Projekt in den sozialen Netzwerken präsentierten, kontaktierte uns eine junge Frau, Victoria aus Khuschet, mit der Bitte um Hilfe bei der Kastration streunender Hunde.

Die Situation mit streunenden Hunden in diesem Vorort von Makhachkala ist seit langem schlimm. Victoria fütterte die Hunde, verstand aber, dass es bald viel mehr von ihnen geben würde, wenn nichts getan würde. Sie war sehr glücklich, als sie von unserem Projekt hörte. 

Wir kontaktierten sie und beschlossen, mit sechs Hunden zu beginnen. Wir haben einen Transport und einen Fänger dorthin geschickt. Alle Hunde sind jung, ungefähr ein Jahr alt. Vier Jungen und zwei Mädchen. Alle Hunde haben die OP gut überstanden. Sie werden in ein paar Tagen wieder freigesetzt.

Die Sterilisation eines Hundes kostet 50 Euro.

Kastrationen in einem privaten Tierheim

Der dritte Teil unseres Projekts besteht darin, die Hunde eines kleinen privaten Tierheims zu sterilisieren, das sich weit außerhalb der Stadt befindet. Asiat Gazibekova allein hat ungefähr 100 Hunde und 50 Katzen zu pflegen. Das Tierheim befindet sich sehr weit von der Landstraße entfernt, um die Tiere vor Menschen zu schützen, die nicht sehr gute Absichten haben. Die unbefestigte Straße, die von der Landstraße zum Tierheim führt, wird regelmäßig vom Regen weggespült. Um zum Tierheim zu fahren, mussten wir sogar spezielle Technik mieten, um die Straße zu stärken. Im Tierheim wurde ein Kastrationsraum eingerichtet, damit der Tierarzt direkt vor Ort arbeiten konnte. Derzeit wurden 17 Hunde kastriert. Es gibt noch 50 weitere Hunde, die in diesem Tierheim kastriert werden sollen. 

Ausblick

Eine unkastrierte Hündin oder Katze hat durchschnittlich zwei Würfe im Jahr, mit ca. Fünf bis zehn Welpen/Kitten pro Wurf. Ihre Kinder werden mit einem Jahr geschlechtsreif und setzen diesen Kreislauf fort. In einem Jahr können so drei Generationen von Straßentieren entstehen, die allesamt kein glückliches Leben führen. Viele von ihnen werden verhungern, überfahren, vergiftet. Nur eine Kastration kann das alles verhindern.

Die Kastration einer Katze kostet 15€. Die Kastration eines Hundes kostet 50€. 

Eine Kastration kann so viel Leid verhindern. Bitte unterstützen Sie uns dabei!