Unser Team in Russland

Irina aus Moskau

Ich arbeite in einem Moskauer Tierheim, in dem im Moment über 800 Hunde untergebracht sind. Für diese Hunde sind 10 Tierheimmitarbeiter da.

Hunde sind mein Leben, mein Herzschmerz und auch meine Freude. Niemand kann so lieben wie ein Hund. Er liebt nicht für etwas, sondern einfach so, weil es dich gibt. Seine Liebe ist unendlich…Auch ich liebe die Hunde über alles.

Ein Welpe von früher, der in unserem Tierheim langsam und qualvoll vor sich hin starb, lebt jetzt schon seit sechs Jahren bei mir zu Hause. Jeden Abend vor dem ins Bett gehen legt er seinen Kopf auf mein Schoß, schaut mich mit seinen klugen, verständnisvollen und klaren Augen an und seufzt tief und zufrieden: er ist zu Hause, er liebt und wird geliebt. Für ihn sind die Horrorgeschichten des Tierheimes Gott sei Dank vorbei. Doch dort, in kalten engen Käfigen sitzen immer noch Hunde, die nie Liebe kennenlernen werden und nie ein Zuhause haben werden. Sie sterben irgendwann hinter den Gittern ihrer Käfige, hungrig, einsam, von niemandem geliebt und gebraucht. Dabei sind die meisten von ihnen menschenbezogene, liebe und zärtliche Hunde, die entweder verraten und ausgesetzt wurden oder nach dem Tod ihrer geliebten Besitzer ins Tierheim gebracht worden sind.

Die Arbeit im großen Tierheim ist sehr schwer. Täglich sieht man Schmerzen, Verzweiflung, Angst. Man hält den sterbenden Hund in den Armen, beruhigt und streichelt ihn, damit wenigstens seine letzten Minuten nicht von der Einsamkeit, Schmerz und Verzweiflung gezeichnet sind. Er schaut einen mit Augen voller Qual, Dankbarkeit und Hoffnung – und man kann nicht aufhören zu heulen…

Verzweifelt habe ich nach Möglichkeiten gesucht, unseren Schützlingen ein Zuhause zu finden, bis das Schicksal so wollte, dass ich die Tierschutzorganisation Hundehilfe Russland kennenlernen durfte. Dank dieser wunderbaren Organisation und ihren engagierten Mitgliedern haben viele unsere Hunde tolle Hände in Deutschland gefunden. Dazu muss ich sagen: es sind öfters nicht nur süße niedliche Welpen, sondern ältere Hunde, die viele Jahre im Tierheim verbracht hatten und von der äußerlichen Erscheinung nicht gerade die schönsten sind. Die alle leben jetzt in wunderbaren Familien. Die Zusammenarbeit mit der Organisation ist sehr angenehm: alles klar strukturiert, schnell, rechtzeitig.

Ich möchte mich im Namen aller Tierheimmitarbeiter bei Hundehilfe Russland bedanken für von ihnen unzählige gerettete Leben. Diese Hunde hatten keinerlei Chancen, in Russland vermittelt zu werden, doch in Deutschland sind sie glücklich – wie auch ihre Besitzer!

    Tierheim St Petersburg (Hunde)

    Das Tierheim "Please Save the Dogs" in St. Petersburg

    Die Tierheimleiterin Natalia hat ihr komfortables Leben in der Stadt gegen ein baufälliges, aber großes Grundstück außerhalb St. Petersburgs eingetauscht. Hier lebt sie nun mit ihrem Mann, ihren Kindern und 70 Hunden, angetrieben von der Hoffnung, jeder Fellnase das Leben zu verschaffen, das sie verdienen.

    Hier seht ihr einen kurzen Film über das Tierheim. Es lohnt sich auch für Nicht-Russisch-Sprachler. ;) Und wer genau aufpasst, kann in dem Film unsere Knutschkugeln Marlen, Roona, Bonna und Grey entdecken. :D

    Hier der Videolink:
    https://m.vk.com/video-97392681_456239045?list=65f9c4544d0c220592&from=wall40692640_2337

    Schaut doch auch auf ihren Seiten vorbei!

    Facebook:
    https://www.facebook.com/pleasesavethedogs/

    Instagramm:
    https://www.instagram.com/please.save.the.dogs/

    Paypal:
    pleasesavethedogs@yandex.ru

     

      Katzentierheim (St Petersburg)

      Natalia A. aus St. Petersburg
      Privates Katzentierheim "Преданное сердце – Cat open heart“ in St. Petersburg.

       

      Natalia (zweite von Links  auf dem Foto mit anderen Volontären) begann ihren Einsatz für Tiere als freiwillige Helferin in einem staatlichen Tierheim für Katzen auf der Wassiljewski-Insel von Sankt Petersburg. Sie war niedergeschlagen angesichts der miserablen Haltungsbedingungen für die Katzen dort: die Tiere lebten eingesperrt in engen Käfigen ohne Freilaufvoliere, wurden mangelhaft oder gar nicht gefüttert, dazu noch grob behandelt.

       

      Diese bedrückenden Umstände führten zur Idee ein eigenes Tierheim zu gründen. Also setzte Natascha ihr Projekt eines privat geführten Refugiums in die Realität um. Sie suchte nach passenden Räumlichkeiten zur Miete, richtete diese mit viel Mühe ein und nahm sich all der heimatlosen und misshandelten Katzen selber an.
      Die wenige Volontäre, die Natalia unterstützen, können nur sporadisch helfen. Die gesamte Last des Tierheimprojekts liegt auf ihren Schultern.

       

      Ihr gewöhnlicher Arbeitstag sieht wie folgt aus:
      Natascha lebt in Kronstadt auf der Insel vor Sankt Petersburg. Sie steht um 4 Uhr morgens auf und geht mit Semjon Semjonowitsch, einem alten und kranken Hund, den Natascha aus befreundetem Hundetierheim „4 Pfötchen“ aufgenommen hat, Gassi. Außer den Hund Semjon leben noch 12 Katzen in ihrer Wohnung. Viele davon sind nicht vermittelbare Handicap-Tiere, Opfer von Unfällen oder Misshandlungen. Alle müssen versorgt, die Wohnung sauber gehalten werden. Auch das erledigt Natascha bevor ihr eigentlicher Arbeitstag als Ärztin in der Chirurgie beginnt.

       

      Dann macht sich Natalia auf den Weg zu Arbeit in die Klinik, die sich etwa eine Stunde Fahrt von ihrem Zuhause entfernt befindet. Nach Feierabend fährt sie sofort ins Tierheim. Viele Katzen müssen aufgrund von Krankheit und Alter medizinisch versorgt werden - Injektionen, Haut-, Fell- und Ohrenpflege, Fütterung sowie das Saubermachen der Räume stehen an der Tagesordnung.
      Und als ob das noch nicht genug wäre findet Natascha immer wieder Straßenkatzen, die sie versorgt wenn sie verletzt oder  angefahren werden und kämpft ums Überleben jeden einzelnen Tieres. Und erst dann, wenn alles erledigt ist, fährt sie nach Hause – nicht selten ist es schon Mitternacht oder sogar später.

       

      180 Katzen leben zurzeit im Tierheim, die Versorgung der Tiere erfordert einen enormen Einsatz, sowohl physisch als auch finanziell, den ein einzelner Mensch auf Dauer nicht tragen kann. Aber sie macht weiter - so ist Natascha, sie kann einfach nicht anders. Die freiwillige Helfer gehen ihr zwar zur Hand, wenn sie täglich die schweren Futtersäcke hebt, riesige Taschen mit Medikamenten und Versorgungsmaterial für die Tiere schleppt, besonders pflegebedürftige Tiere mit nach Hause nimmt, aber sie können auch mal ein Tag aussetzen. Für Natalia gilt es nicht. Und ist sie mal selber krank - fährt sie trotzdem ins Tierheim.

       

      Das Hantieren der UV- Lampen im Tierheim ist nicht ungefährlich - UV-Licht wird benötigt zur Abtötung von Keimen und Bakterien in den Räumen für die Tiere, auch das erledigt sie trotz erlittener Verbrennungen der Augen weiterhin täglich selbst. Auch die Vermittlung von Tieren an neue Besitzer erfordert Zeit, Fingerspitzengefühl und gute Nerven. Ungeeigneten Bewerbern muss abgesagt werden, was oft zu unangenehmen Diskussionen bis hin zu Beschimpfungen und Drohungen führt. Natürlich bleibt Unmut von Seiten ihrer Familie nicht aus, denn Natalia ist kaum zu Hause und wenn sie es ist, so kümmert sie sich um die organisatorischen und finanziellen Belange des Tierheims. Alle Ausgaben trägt Natascha vorwiegend selbst – Mietkosten, Futter, Medikamente, medizinische Versorgung und vieles mehr.  Feste Sponsoren hat das Tierheim nicht – nur Gelegenheitsspender, wenn mal wieder brennt und eine Katze operiert werden muss oder eine bezahlte Pflegestelle für einen besonders pflegeintensives Tier gesucht wird.

      Dieses kleine, privat geführte Tierheim steht und fällt mit den Möglichkeiten von Natascha. Ihr Einsatz ist nicht in Worte zu fassen - nur solange sie da ist, ist das Fortbestehen des Tierheims sichergestellt. Eine schwere Bürde solch ein Tierschutzprojekt aufrecht zu erhalten!
      Wer die Arbeit von Natalia unterstützen möchte kann es gerne tun! Auch Paten, die monatlich mit einem kleinen Beitrag unterstützen möchten, sind willkommen.
      Spenden direkt an das Tierheim in St. Petersburg per Paypal:
      avlasevichn@mail.ru
      Spenden über unseren Verein Hundehilfe Russland per Überweisung:
      Hundehilfe-Russland
      Commerzbank AG
      Filiale Aachen
      Konto Nr.: 123 542 300
      BLZ: 390 400 13
      IBAN: DE 11390400130123542300
      BIC: COBADEFFXXX
      Bitte Referenz "Spende Katzentierheim" eingeben.

        Maria aus Kazan

        Marias Geschichte begann so:

        Vor ein paar Jahren habe ich auf der Straße einen Welpen gefunden, dem beide hintere Beine fehlten. Der arme Welpe kroch mühsam direkt auf den Eisenbahnschienen und bat verzweifelt um Hilfe, doch die Menschen eilten vorbei.

        Ich nahm das weinende Kind und brachte es in die Klinik zur Behandlung, obwohl es mir durchaus klar war, dass der Welpe keinerlei Chancen hatte, in Russland vermittelt zu werden. Hier werden sogar gesunde Hunde schlecht behandelt, geschweige schon kranke und behinderte.

        So fing ich an, mich im Internet nach Tierschutzorganisationen umzuschauen, die mir bei der Vermittlung behilflich sein könnten, und habe Tausende Briefe geschrieben.

        Die einzige Organisation, die auf meinen Hilferuf reagiert hatte, war Hundehilfe Russland.

        Für mich war es Geschenk Gottes. Dieser Tag hat nicht nur das Schicksal des kleinen Welpen verändert, sondern auch mich. Man hat mir die Hoffnung gegeben, die Welt ein bisschen besser  machen zu können.

        So begann unsere Zusammenarbeit.

        Gleich nach meinem auf dem Bahnhof gefundenen Schützling ist auch sein Bruder nach Deutschland in sehr gute Hände vermittelt worden, danach fand auch die Mutter der Welpen, der auch Beine abgeschnitten worden waren, ein warmes Plätzchen und liebevolle Besitzer.

        Zuerst arbeiteten wir mit meiner Mutter zusammen, brachten jedes Mal zehn Hunde mit dem Zug. Natürlich wurden wir deswegen nicht gerade gemocht, man hat versucht, uns Probleme zu machen und die Fahrt mit dem Zug zu verbieten… Nun fuhren wir die Hunde mit den Lastwägen, suchten andere Wege, versuchten um jeden Preis die Hunde zuerst nach Moskau zu bringen und von dort aus nach Deutschland.

        Heute sind wir ein kleines Team, das sich durch die gemeinsame Idee verbunden fühlt.

        Wir betreuen über 50 Hunde und helfen vor allem den kleinen Welpen, die auf den Straßen hausen oder auf den verlassenen Sommerhäusern zu überleben versuchen. Öfters müssen wir sie zuerst aus dem tiefen Schnee ausgraben. Natürlich lassen wir alle unsere Schützlinge kastrieren und sterilisieren. Momentan mieten wir ein kleines Grundstück, wo 10 Hunde von uns betreut werden. Für alle anderen Hunde konnten wir Pflegestellen finden, die wir natürlich bezahlen. Außerdem bauen wir Hundehütten direkt auf den Straßen. Viele Hunde werden auch direkt auf der Straße geimpft.

        Wir haben große Pläne und Träume für die Zukunft, und zwar: ein eigenes Tierheim in Kasan!

        Ich möchte noch einmal an die Organisation Hundehilfe Russland sowie allen ihren Mitgliedern meine tiefe Dankbarkeit ausdrücken. Eure Arbeit ist von unschätzbarem Wert, ihr vermittelt und begleitet die Hunde in ein wunderschönes glückliches Leben!

        Ich bin dankbar dafür, dass ihr dieser Idee eure Leben widmet!

        Zusammen können wir sehen, wie schwer und gleichzeitig wie leicht es ist, ein Leben einer Seele zu ändern.

        Die glücklich leuchtenden Augen der von euch geretteten Tiere ist für uns die beste Belohnung!