Update zu Rudolph (jetzt Nikita)

Ja, wie geht es eigentlich unserem Notfall Rudolph? Gegen Ende des vergangenen Jahres kam Rudolph in Berlin auf der Pflegestelle an.

Möglichst schnell sollte er operiert werden, Vorbereitungen waren getroffen, ein erster (Röntgen-)Termin in der Klinik vereinbart. 
Doch es kam alles anders.
Schon in Russland reagierte Rudolph nach seinem „Unfall“ auf Menschen ängstlich.

(Wir wissen nur vage, was ihm passiert ist, weiter ausmalen wollen wir dies nicht…)
Auf der Kazaner Pflegestelle schloss Rudolph schnell Freundschaft mit anderen Vierbeinern.

Den Menschen dort begegnete er mit anhaltender Skepsis. Tägliche Massageeinheiten liess er reglos über sich ergehen.
Unter diesen Voraussetzungen, mit dieser Vorgeschichte war der lange Transport nach Deutschland für Rudolph besonders belastend.
Getrennt von seinen Hundefreunden wollte er auf der neuen Pflegestelle weder Kontakt zu Menschen noch zu Hundekollegen.

Rudolph war wie versteinert.
Wir zogen eine Tierärztin hinzu, die sich auf Tierverhaltenstherapie spezialisiert hat. Sie verordnete zunächst angstlösende Medikamente.
Rudolph reagierte auf die Psychopharmaka nicht wie es von der Spezialistin erwartet worden war, und sollte „erlöst“ werden. 

DAS? – NICHT MIT RUDOLPH UND NICHT MIT UNS!

Mit dem ersten Schritt ins unbeschwerte Hundeleben wurde Rudolph „drogenfrei gemacht“: die Psychopharmaka mussten ausgeschlichen werden. 
Im zweiten Schritt bekam Rudolph einen „Landsmann“ (Denny, PS) und eine „Landsmännin“ (Anisa) als Therapeuten zur Seite gestellt. Beide leben auch auf der Pflegestelle, und besuchen Rudolph täglich.
Und: Wir tauften Rudolph um in Nikita, der Siegreiche!
Nikita taut von Tag zu Tag mehr auf, ist neugierig, verspielt, und entwickelte eine neue Sportart, den „Treppen-Marathon“!

Nicht nur, dass „Treppauftreppab“ Muskeln aufbaut, es macht auch und ihm ganz offensichtlich Spass! Nikita kann sich sehr gut bewegen, es scheint, als haben sich verschiedene Probleme ausgewachsen.

Nikita dankt Allen, die an ihn geglaubt haben!

Natürlich halten wir Euch weiter auf dem Laufenden.