Tierheim-Projekt in Kazan

Tierheim-Projekt in Kazan

Obwohl Kazan mit 1,145 Mio. Einwohnern die 8.-größte Stadt in Russland ist, gibt es kein einziges städtisches Tierheim (was wahrscheinlich schon alles über den Tierschutz in Russland aussagt).  Seit Jahren kämpfen daher die Tierschützerinnen vor Ort für ein Tierheim, aber es fehlt an jeglicher Unterstützung durch die Verantwortlichen der Stadt. Im Sommer 2016 wurde aber ein Grundstück am Rande von Kazan gefunden, das nun gekauft wird um ein großes Hundezentrum aufzubauen. Vorausgegangen ist dem viel Informationsarbeit (Pressekonferenzen) und auch Gespräche mit der Stadtverwaltung.
Die Hundehilfe Russland wird dieses Projekt alleine finanzieren. Geplant ist ein großes Tierschutzprojekt, bei dem es nicht nur darum geht, möglichst viele Tiere nach Deutschland zu ermitteln. In erster Linie geht es natürlich darum, die Tiere (Hunde, aber auch Katzen) von der Straße zu holen und mit anderen Hunden und aber auch Menschen bestens zu sozialisieren. Die Tiere werden selbstverständlich kastriert und bei geeigneten Familien auch innerhalb von Russland vermittelt.  Es wird keine Zwingerhaltung geben, sondern die Tiere werden in kleineren Gruppen zusammen gehalten.
Im Zentrum wird eine Krankenstation aufgebaut, damit auch medizinische Maßnahmen (neben den Kastrationen) durchgeführt werden. Unterstützt wird die Hundehilfe dabei von Tierärzten bzw. Tiermedizinstudenten aus Kazan.
Langfristig wollen wir der Bevölkerung in Russland anbieten, ihre Haustiere dort kostenlos kastrieren zu lassen, um auch hier die unkontrollierte Vermehrung einzudämmen.
Um das Verständnis der Bevölkerung für den Tierschutz zu schärfen, wird angeboten werden, dass Schulklassen das Zentrum besuchen können.