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2. Newsletter 2016

2. Newsletter 2016

 

Lieber Unterstützer und Mitglieder der Hundehilfe Russland,

 

viele von Ihnen haben vielleicht schon von der traurigen Geschichte aus dem russischen Tierheim in Moskauer Osten erfahren:

 

Massensterben im Moskauer Tierheim Eko:

Moskau, 29. April. Russische Medien berichten: die Moskauer Polizei hat die Ermittlungen wegen des Massensterbens der Tiere im Tierheim „Eko“ im Osten von Moskau aufgenommen. Die Tierschützer haben gegen diesen Tierheim eine Anzeige erstattet. Laut der Informationen der Volontäre sind hier ca. 300 Hunde verendet und die, die noch am Leben sind, sind in einem erbärmlichen Zustand – nur Haut und Knochen. Die Informationen stammen von einem Aktivisten, der sich unter Vorwand den Zugang aufs Territorium verschafft hat um die Lage der Hunde zu dokumentieren und zahlreiche leblose Körper entdeckt hat. Die Volontäre des Tierheims nennen als Gründe die schreckliche Lebensbedingungen der Hunde in diesem Tierheim: Hunde sitzen Wochenlang ohne Futter und Wasser, kranke Tiere werden nicht behandelt.

Petition: http://chn.ge/1STbZxs

 

Auch wenn wir mit diesem Tierheim nicht zusammenarbeiten, ist das für uns ein weiterer Grund, unsere Tierschutzarbeit in Russland weiter voran zu tragen!

 

Demonstartionen in Moskau für mehr Tierschutz:

Eine der größten Demonstrationen der Tierschützer in Russland wurde angesichts der Ereignisse im Moskauer Tierheim „Eko“ initiiert. Die Demonstranten am 17. Mai verlangten die Einführung einer öffentlichen Kontrolle der Arbeit der Tierheime, die Schaffung eines neuen, wirksamen Tierschutzgesetzes sowie Informationsarbeit und Aufklärung der Bevölkerung über einen humanen Umgang mit Tieren. Die Demonstration wurde von der Tierschutzbewegung „Habe keine Angst, ich bin dabei“ organisiert. Die Leiter Roman Kolomoitsev und Lubov Butko sagten dazu, dass das wahrscheinlich die größte Demonstration von Tierschützern in Russland war, und es sei ein großer Erfolg gewesen. „Wir rechnen damit, dass wir von der Regierung gehört werden,“ so Butko.

Einige Tage später berichteten die russischen Medien, dass die Staatsduma die Schaffung einer Stelle für einen Tierschutzbeauftragten in Russland unterstütze. Oleg Lebedev, Mitglied des Komitees für Ökologie und Umwelt, sagte, dass aufgrund der hohen Belastung des Regierungsapparats die Probleme der Tiere in den Hintergrund rücken und dass häufig gegen das existierende Gesetz „Über die Misshandlung von Tieren“ verstoßen wird. Zu den Gesetztbrüchen gehören laut Lebedev die Misshandlung von Haustieren, die Willkür in Tierheimen, die Staatsgelder beziehen, sowie die verbrecherischen Aktivitäten von sogenannten Doghuntern. Außerdem sprach sich Lebedev gegen die existierende Praxis der Euthanasie von Straßentiere aus.

Die Hundehilfe Russland unterstützte die russischen Freiwilligen und die Organisatoren der Demonstration und stellte den Text des deutschen Tierschutzgesetzes übersetzt zur Verfügung.

Außerdem fand in der vergangenen Woche das erste Treffen der Initiativgruppe des Vereins in Berlin statt.

 

Öffentlichkeitsarbeit in Russland:

Zusätzlich betreiben wir weiterhin viel Öffentlichkeitsarbeit in Russland selber, um in der Bevölkerung ein Bewusstsein für den Tierschutz zu schaffen. Dafür hat Maria jetzt ein großes Interview gegeben, dessen Übersetzung Sie hier finden:

 

http://www.hundehilfe-russland.de/?a=1&t=0&y=3001&r=0&n=334&i=&c=25&v=page&o=&s=

 

Außerdem gibt es unsere Webseite jetzt auch auf russisch:

https://vk.com/animalrescuerussia

 

Russlandreise:

Im August werden wir eine Russlandreise antreten.

In Kazan sprechen wir mit Vertretern der Stadt um endlich eine Station aufbauen zu können, denn bisher hat Kazan kein Tierheim und Maria muss alle Hunde auf Pflegestellen unterbringen. Leider ist das nicht immer für alle Hunde möglich.

Danach geht es nach St Petersburg. Dort werden wir Svetlana besuchen und von ihrer Arbeit vor Ort berichten. Wir werden Berichte und Bilder von der Reise schicken und hoffen, dass wir viel bewegen können.

 

Pechvögel:

Auch diesmal bitten wir für zwei Tiere um besondere Aufmerksamkeit, da sie bisher kein Glück hatten

Madison aus Kasan:

http://www.hundehilfe-russland.de/?a=1&t=2767&y=3201&r=0&n=123&i=0&c=0&v=page&o=&s=

Sie war als Welpe krank, bewegt sich aber jetzt wie ein gesunder Hund. Sie leidet sehr, weil sich kein Mensch liebvoll um sie kümmert und sie nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient hätte

Madison_neu2.002_picmonkeyed.jpg

 

Marik auf Pflegestelle

http://www.hundehilfe-russland.de/?a=1&t=2512&y=3201&r=0&n=123&i=0&c=0&v=page&o=&s=

Marik muss schlimme Erfahrungen gemacht haben, er hatte starke angst vor der Leine und erschrickt auch jetzt noch vor sehr schnellen Bewegungen. Er hat aber wieder Vertrauen in die Menschen gefasst und wäre glücklich über ein ruhiges zu Hause mit viel Liebe

MArik_neu025.jpg

 

Aktive Hilfe: Dringend Pflegestellen gesucht

Wir vermitteln unsere Tiere zwar immer auf Endstellen in Deutschland, brauchen aber immer wieder Pflegestellen, z.B. wenn ein Hund nicht in seiner Familie bleiben kann, weil es beispielsweise nicht so passt wie erhofft oder weil andere Probleme aufgetreten sind.

Für solche Fälle brauchen wir einen Pool an Menschen, die bereit wären einen Hund für einige Zeit bei sich aufzunehmen.

Wenn Sie Zeit und Platz hätten und uns da unterstützen könnten, würden wir Sie bitten, sich bei Tatiana Golea zu melden (tati_hd@web.de). Sie berät Sie gerne, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und ist unser Ansprechpartner für die Pflegestellen.

Momentan suchen wir für eine befreundetet Orga sehr dringend Pflegestellen für zwei mittlegroße(35-40 cm) Hunde.

 

Vielen Dank für Ihre Hilfe

 

Herzliche Grüße

Ihr Team der Hundehilfe Russland

 

PS: Wenn Sie in Zukunft keinen Newsletter mehr erhalten möchten, bitte eine kurze Mitteilung an anna.riese@googlemail.com

 

Spendenkonto:

Hundehilfe-Russland

Commerzbank AG

Filiale Aachen

Konto Nr.: 123 542 300

BLZ: 390 400 13

 

IBAN: DE 11390400130123542300

BIC: COBADEFFXXX

 

Unser Verein arbeitet rein ehrenamtlich und ist beim Registergericht Aachen unter Vereinsregister 4723 eingetragen. Wir sind beim Finanzamt Aachen als gemeinnützig anerkannt. Wir besitzen die Erlaubnis nach §11 nach dem Tierschutzgesetz (TierSchG).