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Tierschutz Demo in Moskau

TIERSCHÜTZER DEMONSTRIEREN IN MOSKAU,
STAATSDUMA SAGT JA ZUR EINSTELLUNG EINES TIERSCHUTZBEAUFTRAGTEN

Am 17. Mai 2016 fand eine große Demonstration von Tierschützern in Moskau statt. Mehr als 1000 Tierschützer versammelten sich, um ein Zeichen des Widerstandes gegen die Willkür gegenüber den Straßentiere im Land zu setzen.
Eine der größten Demonstrationen der Tierschützer in Russland wurde angesichts der Ereignisse im Moskauer Tierheim „Eko“ initiiert. Nach den Einschätzungen der Freiwilligen sind hier im April ca. 300 Hunde und Katzen verendet. Die Polizisten haben auf dem Gelände des Tierheims 41 Leichen von Hunden und Katzen gefunden. Die Volontäre nennen als Gründe die schrecklichen Lebensbedingungen der Tiere in diesem Tierheim: Hunde und Katzen saßen wochenlang ohne Futter und Wasser, kranke Tiere wurden nicht behandelt. Das Tierheim bezog sein Geld aus den Mitteln des Staatsbudgets. Laut den Berichten der russischen Medien wurde Strafanzeige gegen das Tierheim erstattet.
Die Demonstranten am 17. Mai verlangten die Einführung einer öffentlichen Kontrolle der Arbeit der Tierheime, die Schaffung eines neuen, wirksamen Tierschutzgesetzes sowie Informationsarbeit und Aufklärung der Bevölkerung über einen humanen Umgang mit Tieren. Die Demonstration wurde von der Tierschutzbewegung „Habe keine Angst, ich bin dabei“ organisiert. Die Leiter Roman Kolomoitsev und Lubov Butko sagten dazu, dass das wahrscheinlich die größte Demonstration von Tierschützern in Russland war, und es sei ein großer Erfolg gewesen. „Wir rechnen damit, dass wir von der Regierung gehört werden,“ so Butko.
Einige Tage später berichteten die russischen Medien, dass die Staatsduma die Schaffung einer Stelle für einen Tierschutzbeauftragten in Russland unterstütze. Oleg Lebedev, Mitglied des Komitees für Ökologie und Umwelt, sagte, dass aufgrund der hohen Belastung des Regierungsapparats die Probleme der Tiere in den Hintergrund rücken und dass häufig gegen das existierende Gesetz „Über die Misshandlung von Tieren“ verstoßen wird. Zu den Gesetztbrüchen gehören laut Lebedev die Misshandlung von Haustieren, die Willkür in Tierheimen, die Staatsgelder beziehen, sowie die verbrecherischen Aktivitäten von sogenannten Doghuntern. Außerdem sprach sich Lebedev gegen die existierende Praxis der Euthanasie von Straßentiere aus.

Die Hundehilfe Russland unterstützte die russischen Freiwilligen und die Organisatoren der Demonstration und stellte den Text des deutschen Tierschutzgesetzes übersetzt zur Verfügung.
Außerdem fand in der vergangenen Woche das erste Treffen der Initiativgruppe des Vereins in Berlin statt.

Die Petitionen für die Einführung der Position eines Tierschutzbeauftragten in Russland unterschrieben über 130.000 Menschen:
https://www.change.org/p/%D0%BF%D1%80%D0%BE%D1%81%D0%B8%D0%BC-%D0%B2%D0%B0%D1%81-%D0%B2%D0%B2%D0%B5%D1%81%D1%82%D0%B8-%D0%B4%D0%BE%D0%BB%D0%B6%D0%BD%D0%BE%D1%81%D1%82%D1%8C-%D1%83%D0%BF%D0%BE%D0%BB%D0%BD%D0%BE%D0%BC%D0%BE%D1%87%D0%B5%D0%BD%D0%BD%D0%BE%D0%B3%D0%BE-%D0%BF%D0%BE-%D0%B7%D0%B0%D1%89%D0%B8%D1%82%D0%B5-%D0%B6%D0%B8%D0%B2%D0%BE%D1%82%D0%BD%D1%8B%D1%85

Die Petition für die Strafanzeige des Tierheims sammelte fast 300.000 Unterschriften:

https://www.change.org/p/%D0%BC%D1%8D%D1%80-%D0%BC%D0%BE%D1%81%D0%BA%D0%B2%D1%8B-%D1%81%D0%B5%D1%80%D0%B3%D0%B5%D0%B9-%D1%81%D0%BE%D0%B1%D1%8F%D0%BD%D0%B8%D0%BD-%D1%82%D1%80%D0%B5%D0%B1%D1%83%D0%B5%D0%BC-%D0%BD%D0%B0%D0%BA%D0%B0%D0%B7%D0%B0%D1%82%D1%8C-%D0%B2%D0%B8%D0%BD%D0%BE%D0%B2%D0%BD%D1%8B%D1%85-%D0%B2-%D0%BC%D0%B0%D1%81%D1%81%D0%BE%D0%B2%D0%BE%D0%B9-%D0%B3%D0%B8%D0%B1%D0%B5%D0%BB%D0%B8-%D1%81%D0%BE%D1%82%D0%B5%D0%BD-%D0%B6%D0%B8%D0%B2%D0%BE%D1%82%D0%BD%D1%8B%D1%85-%D0%B2-%D0%BF%D1%80%D0%B8%D1%8E%D1%82%D0%B5-%D0%B1%D0%B0%D0%BD%D0%BE-%D1%8D%D0%BA%D0%BE-28-04-2016-2

Fotos © https://www.facebook.com/ne.boysya.ya.s.toboy/?fref=ts

Quellen:
http://ria.ru/incidents/20160517/1435350382.html
https://lenta.ru/news/2016/05/17/veshnyaki/