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Massensterben der Tiere im Tierheim „Eko“ im Osten von Moskau

Massensterben der Tiere im Tierheim „Eko“ im Osten von Moskau

Moskau, 29. April 2016

Russische Medien berichten: die Moskauer Polizei hat die Ermittlungen wegen des Massensterbens der Tiere im Tierheim „Eko“ im Osten von Moskau aufgenommen. Die Tierschützer haben gegen diesen Tierheim eine Anzeige erstattet. Laut der Informationen der Volontäre sind hier ca. 300 Hunde verendet und die, die noch am Leben sind, sind in einem erbärmlichen Zustand – nur Haut und Knochen. Die Informationen stammen von einem Aktivisten, der  sich unter Vorwand den Zugang aufs Territorium verschafft hat um die Lage der Hunde zu dokumentieren und zahlreiche leblose Körper entdeckt hat. Die Volontäre des Tierheims nennen als Gründe die schreckliche Lebensbedingungen der Hunde in diesem Tierheim: Hunde sitzen Wochenlang ohne Futter und Wasser, kranke Tiere werden nicht behandelt. Hier sind seine heimliche Aufnahmen:

http://www.ntv.ru/video/1279086/

Gestern, am späten Abend, wurde der Abtransport der Leichen geplant, was den Tierschützern bekannt wurde. Tierheim wurde von Aktivisten blockiert um heimliche Entsorgung und somit die Spurenbeseitigung zu verhindern. Immer noch harren über 100 Menschen mit Hundeboxen vor der Türen des Tierheims und flehen die Mitarbeiter an die noch lebende Tiere mitnehmen zu dürfen.

Die Leitung des Tierheims erklärt: ja, es gibt tote Tiere auf unserem Territorium, aber nur weil wir auch eine tierärztliche Klinik betreiben und hier auch Tiere eingeschläfert werden dürfen.

Der Besitzer des Tierheims ist eine nicht kommerzielle, wohltätige Tierschutzorganisation „Bano Eko“. Sie betreibt 2 private und 4 staatliche Tierheime. Wie die Volontäre berichten, in allen Tierheimen ist die Lage der Tiere katastrophal: sie werden in viel zu engen Zwinger zusammen gepfercht, ohne erforderliche Pflege, ohne ausreichendes Futter. Die Sterbensrate der Tiere wird verheimlicht. Die Tierheimletung versucht mit allen Mitteln die Volontäre von den Tierheimen fern zu halten. Wer sich Kritik erlaubt – dem wird der Zugang verweigert. Einer Volontärin Natalia Borisova, die bestimmte Hunde in einem der Tierheime betreut hat, sie ausgeführt, sozialisiert und versucht hat sie zu vermitteln, wurde der Besuchsrecht entzogen als sie die Situation angesprochen hat. Seit 4 Jahren kämpft Natalia vor Gericht um das Recht das Territorium zu betreten. Den russischen Medien werden die Aufnahmen auf dem Gelände verweigert, auch private Foto- und Videoaufnahmen sind strengstens verboten.